Projekte der GDI-BW

Für den Aufbau und Betrieb der GDI-BW sind verschiedene Umsetzungsinstrumente vorgesehen: Die grundlegenden Maßnahmen, insbesondere die Konzeption und Realisierung der zentralen GDI-Komponenten, wie Geoportal, Metadatenkatalog GDI-BW usw. (Basiskomponenten), werden in Form von gemeinsamen GDI-Basisprojekten angegangen. Die daten- und dienstebezogenen Einzelmaßnahmen der GDI-Partner sind von diesen in Form von GDI-Einzelprojekten selbständig zu planen und umzusetzen. Um darüber hinaus die Entwicklung der GDI-BW voranzutreiben bzw. zu unterstützen, können GDI-Pilotprojekte durchgeführt und ggf. externe Projekte begleitet werden.

Ein Überblick der GDI-Projekte und sonstiger zentraler und dezentraler Maßnahmen mit Auswirkung auf den Aufbau der GDI-BW wird mit dem Arbeitsprogramm der GDI-BW gegeben.

Für weitere Informationen zur Mitwirkung in den Projekten der GDI-BW können Sie gerne Kontakt mit dem Kompetenzzentrum Geodateninfrastruktur aufnehmen. Siehe auch Organisation und Aufgaben der GDI Baden-Württemberg.

Arbeitsprogramm der GDI-BW

Nach Beschluss des Begleitausschusses GDI-BW auf seiner 9. Sitzung am 12.05.2011 wird in der GDI-BW ein fortzuschreibendes Arbeitsprogramm GDI-BW aufgestellt. Das Arbeitsprogramm GDI-BW soll alle Einzelmaßnahmen rechtlicher, fachlicher, technischer, organisatorischer und sonstiger Art im Land dokumentieren, die den Aufbau und die Fortentwicklung von Geodatenbeständen, Geodatendiensten und Geoanwendungen (Geoinformationsressourcen) mit fach- und stellenübergreifender Bedeutung betreffen.

Es setzt sich zusammen aus

  • den gemeinsam von den GDI-Partnern im Rahmen von Basis- und Pilotprojekten durchgeführten zentralen Maßnahmen der GDI-BW und
  • den in Einzelprojekten durchgeführten dezentralen Maßnahmen, die auf Initiative und in Verantwortung der einzelnen GDI-Partner durchgeführt werden.

Das Arbeitsprogramm GDI-BW dient im Wesentlichen der Information (Vermittlung eines transparenten Überblicks über die von den GDI-Partnern im Planungszeitraum durchgeführten Einzelmaßnahmen) und der Koordinierung (als Entscheidungsgrundlage für den Begleitausschuss GDI-BW zum abgestimmten Aufbau der GDI-BW). Mit dem Arbeitsprogramm GDI-BW werden keine rechtlichen oder sonstigen Verpflichtungen begründet.

Nach Fortentwicklung der Struktur des Arbeitsprogramms zur Anpassung an sich neu ergebende Anforderungen wird das Arbeitsprogramm, gemäß Beschluss des Begleitausschusses GDI-BW auf seiner 18. Sitzung am 16. Dezember 2015, für den Planungszeitraum der folgenden zwei Jahre aufgestellt und soll nach Bedarf, i.d.R. jährlich, fortgeschrieben werden.

Mitwirkungsmöglichkeiten in der GDI-BW

Die Mitwirkung in den Projekten der GDI-BW steht allen im Begleitausschuss vertretenen Institutionen aus Landes- und Kommunalverwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft offen. Die Mitglieder der Arbeitsgruppen werden im Regelfall von den jeweiligen Vertretern im Begleitausschuss nominiert.

Für weitere Informationen zur Mitwirkung in den Projekten der GDI-BW können Sie gerne Kontakt mit dem Kompetenzzentrum Geodateninfrastruktur aufnehmen.

In Baden-Württemberg abgeschlossene GDI-Basisprojekte

Bisher wurden folgende gemeinsam von den GDI-Partnern aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft durchgeführte Projekte in der GDI-BW (GDI-Basisprojekte) abgeschlossen:

  • Metadatenprofilpflege mittels Cloud-Ansatz über JointVenture GDI-BW(LGL) / wetransform GmbH.

    Im Rahmen dieses Projekts sind die in der Cloud-Lösung hale connect bestehenden Modellierungs- und Profilierungswerkzeuge so konfiguriert und erweitert worden, dass basierend auf dem ISO19115/19119 Namensraum ein Profil effizient erstellt und fortgeschrieben werden kann. Diese Profilpflege ist auch Auslöser für das Erzeugen von Folgeprodukten wie Dokumentation, Beispieldateien und Prüfwerkzeuge out of the box.
    Mit dem erstellten Werkzeug und der erlernten Methodik ist die GDI-BW in der Lage, Nutzer und Umsetzer im Bundesland effizienter zu unterstützen und das Profil zügig sowie effizient fortzuschreiben und geeignete Validierungsregeln vorzuhalten. Mehr zum Projekt erfahren Sie hier!

  • Mit der Gesamtkonzeption GDI-BW wurde ein Grundlagendokument erarbeitet, das die wesentlichen fachlichen, technischen und organisatorischen Festlegungen für den Aufbau und Betrieb einer Geodateninfrastruktur in Baden-Württemberg enthält. Die Erarbeitung des Dokuments war Teil des Vorhabens "Umsetzung der Geodateninfrastruktur Baden-Württemberg" und wurde im Auftrag des Begleitausschusses GDI-BW von einer ressort- und fachbereichsübergreifenden GDI-Arbeitsgruppe erarbeitet. Die Gesamtkonzeption GDI-BW in der Version 1.0 wurde vom Begleitausschuss GDI-BW am 11.02.2010 beschlossen. Das Projekt ist damit abgeschlossen, die Arbeitsgruppe wurde aufgelöst. Die Konzeption entspricht dem rechtlichen, organisatorischen und technischen Stand zum Zeitpunkt ihrer Entstehung. Um der Dynamik der laufenden Entwicklungen Rechnung zu tragen, kann es notwendig werden, die Gesamtkonzeption GDI-BW fortzuschreiben.
  • Zur fachlichen Begleitung der Konzeption für das Geoportal Baden-Württemberg hat der Begleitausschuss GDI-BW eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe "Geoportal BW" gebildet. Die gemeinsam erarbeite Konzeption mit den fachlichen Anforderungen an das Portal wurde am 13.02.2009 vom Begleitausschuss GDI-BW beschlossen.
    Seitdem wird das Geoportal Baden-Württemberg vom LGL unter der fachlichen Verantwortung des GDI-Kompetenzzentrums schrittweise aufgebaut. Die Arbeitsgruppe Geoportal BW begleitete den Umsetzungsprozess bis zur Freischaltung und Inbetriebnahme des Geoportals Version 1.0 am 26.03.2012. Da die abstimmungsbedürftigen Fragen damit abgearbeitet sind, wurde die AG mit Beschluss des Begleitausschusses GDI-BW vom 28.06.2012 von dieser Aufgabe entbunden und aufgelöst.
  • Das Projekt GDI-Vereinbarung Baden-Württemberg wurde vom Begleitausschuss GDI-BW am 11.02.2010 beschlossen und einer hierfür gegründeten Arbeitsgruppe übertragen. Im Rahmen des Projekts sollte entsprechend der Gesamtkonzeption GDI-BW eine fachübergreifende Verwaltungsvereinbarung abgestimmt werden, um harmonisierbare Zugangs-, Nutzungs- und Entgeltregelungen für Geodaten, Geodatendienste und Geoanwendungen mit fach- und stellenübergreifendem Nutzungspotenzial im Bereich der öffentlichen Verwaltung verbindlich festzulegen. Nachdem sich unter den potenziellen Vereinbarungspartnern kein dringlicher Bedarf an einer solchen Vereinbarung erkennen ließ und neue Entwicklungen im Zusammenhang mit „Open Government“ die Notwendigkeit von nur auf Landesebene abgestimmten Zugangs- und Nutzungsbedingungen für Geodaten verringern, wurde die Arbeitsgruppe am 28.06.2012 vom Begleitausschuss GDI-BW aufgelöst.