Geodatendienste einfach nutzen

Geodatendienste sind vernetzbare Anwendungen, die Geodaten und Metadaten in strukturierter Form zugänglich machen. Geodatendienste ermöglichen dadurch unterschiedliche Geodaten effizient auf standardisierte Weise über das Internet bereitzustellen.

Empfehlungen und Hinweise zur Gestaltung von Geodatendiensten

Ein Mehrwert einer Geodateninfrastruktur wird durch die gemeinsame Nutzung der über diese Infrastruktur bereitgestellten Geodatendienste sichtbar. Durch das Zusammenspiel unterschiedlicher Geodaten erschließen sich neue wertvolle Informationen. Damit die über Darstellungsdienste oder Downloaddienste bereitgestellten Geoinformationen sinnvoll miteinander kombiniert werden können, bedarf es jedoch der Einhaltung unterschiedlicher Bedingungen. Dieses empfehlende Dokument zeigt diese in einem ersten Schritt für Darstellungsdienste auf.

Die Ausprägung vieler Geodatendienste wurde primär aus fachlichen Erwägungen des Anbieters angelegt. Erst in zweiter Linie kommt der Aspekt gemeinsamer Nutzung in einer GDI hinzu.
Bei den aufgeführten Maßnahmen handelt es sich deshalb explizit nur um Empfehlungen.

Das Dokument finden Sie hier

Georeferenzierung elektronischer Register

Der Ministerrat des Landes Baden-Württemberg hat am 31. Januar 2017 beschlossen:

Geobasisdaten von Landesvermessung und Liegenschaftskataster (§ 2 VermG) sind als einheitliche Datengrundlage in der Landesverwaltung zur Georeferenzierung elektronischer Register öffentlicher Stellen nach § 14 des E-Government-Gesetzes des Bundes (EGovG) und § 12 des E-Government-Gesetzes Baden-Württemberg (EGovG BW) zu verwenden.

Unter dem Begriff Georeferenzierung versteht man die Zuweisung geografischer Koordinaten in einem Koordinatensystem zu Objekten in Datensätzen, deren Raumbezug nur indirekt nachgewiesen ist, z. B. in Form von postalischen Adressen.

Die Georeferenzierung elektronischer Register, in denen der Raumbezug über Adress-, Flurstücks-, Gebietsangaben enthalten ist (z.B. Handelsregister, Krebsregister, Denkmalkataster, statistische Informationssysteme, Karteien), ermöglicht die raumbezogene Exploration von Daten. Dies schafft die Voraussetzungen zur Integration von Geodaten in elektronische Verwaltungsverfahren (E-Government) und zur Aktivierung datenbasierter Wertschöpfungsketten.

Weitere Ausführungen zu diesem Thema sind zu finden im Dokument: Hinweise für die Praxis (PDF-Datei, 0,2 MB).

Zurzeit steht ein Geokodierungsdienst (Geocoder) der Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen (AdV) als Anwendung zur Verfügung. Bereitgestellt wird er durch das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG). Mit dessen Hilfe können Koordinaten zu postalischen Adressen (mindestens jedoch PLZ und/oder Ort) ermittelt werden. Für die Verwendung ist eine Zugangskennung Voraussetzung. Das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung (LGL) räumt auf Antrag den registerführenden Stellen (§ 12 EGovG BW /. § 14 EGovG) die Rechte zur kostenfreien Nutzung ein und vergibt einen Identifikator (UUID) zur Anmeldung. Den entsprechenden Antrag bitte per E-Mail an die Poststelle des LGL unter poststelle@lgl.bwl.de senden.

Hier finden Sie den Link zur Anwendung BKG Geocoder.

Publikationen aus dem GDI Umfeld

Hier finden Sie eine Sammlung praktischer Handbücher, Leitfäden und Videoclips in denen sowohl der theoretische Aufbau von Diensten beschrieben, die Praxis bezogene Umsetzung gezeigt als auch die Grundsätze einer Geodateninfrastruktur (INSPIRE) erklärt werden.

Die vorliegenden Dokumente sind Werke der jeweils zuständigen Stellen für die GDI anderer Bundesländer. Die in den Dokumenten enthaltenen Beispiele beziehen sich teilweise auf länderspezifische Darstellungen, welche auf Baden-Württembergische Verhältnisse übertragbar sind.

Gerne können Sie beim weiteren Aufbau dieser Liste unterstützend mitwirken. Dazu senden Sie Vorschläge an folgende E-Mail-Adresse KomZ-GDI@lgl.bwl.de, das Kompetenzzentrum GDI im LGL prüft diese dann und erweitert die Liste gegebenenfalls.

Downloaddienste – WebFeatureService (WFS)

  1. Leitfaden zum Einrichten eines WebFeatureService

Zusammenhang sowie Überdeckungsgrad von Profilen aus unterschiedlichen GDI´n

Erläuterung:

Rote Kanten sind mögliche Startpunkte. Blaue Kanten sind mögliche Endpunkte. Über blaue Kanten kann die nächste nachgelagerte Wabe verbunden werden. Beispiel: Ein Dienst kann gem. des „OGC-Profil“ erweitert werden um das „INSPIRE-Profil“ und das „AdV-Profil“. Das „GDI-DE-Profil“ kann dann nicht mehr eingehalten werden.

Dienste-Profile

Daten-Profile