GDI in Deutschland: GDI-DE

Die Geodateninfrastruktur Deutschland (GDI-DE) ist ein gemeinsames Vorhaben von Bund, Ländern und Kommunen, das vom Chef des Bundeskanzleramtes und den Chefs der Staats- und Senatskanzleien der Länder (CdS) mit Beschluss vom 28. November 2003 auf den Weg gebracht wurde.
Mit dem Aufbau der GDI-DE soll eine länder- und ressortübergreifende Vernetzung von Geodaten in Deutschland erreicht werden, damit Geoinformationen zukünftig verstärkt in Entscheidungsprozessen innerhalb der Politik, der Verwaltung und der Wirtschaft zum Einsatz kommen. Dabei soll sich die GDI-DE in die Geodateninfrastruktur der Europäischen Gemeinschaft (INSPIRE) und in eine weltweite Geodateninfrastruktur möglichst widerspruchsfrei einfügen.

Der inhaltliche Umfang der GDI-DE geht über die verpflichtende Bereitstellung der in der INSPIRE-Richtlinie definierten Geodatenthemen hinaus. Alle Geodaten, die zur Erledigung gesetzlich vorgeschriebener Aufgaben, zur Unterstützung modernen Verwaltungshandelns und der wirtschaftlichen Entwicklung sowie der Forschung benötigt werden, sollen als Teile der Nationalen Geodatenbasis der GDI-DE nutzergerecht erschlossen werden.

Zur abgestimmten Umsetzung des komplexen Vorhabens wurde im Jahr 2004 eine Organisationsstruktur für die GDI-DE ins Leben gerufen. Als Steuerungsgremium auf fachpolitischer und konzeptioneller Ebene wurde das Lenkungsgremium GDI-DE gebildet, das sich aus Vertretern des Bundes, aller 16 Bundesländer und der drei kommunalen Spitzenverbände zusammensetzt. Baden-Württemberg wird durch das Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz (MLR) vertreten. Als ausführende Stelle wird das Lenkungsgremium von der Koordinierungsstelle GDI-DE unterstützt, die als Organisationseinheit des Bundesamts für Kartographie und Geodäsie (BKG) in Frankfurt eingerichtet ist. Die Koordinierungsstelle wird vom Bund und den Ländern gemeinsam finanziell und personell getragen. Dabei wird sie durch ein organisatorisches Netzwerk von GDI-Kontaktstellen des Bundes und der Länder unterstützt. Kontaktstelle für Baden-Württemberg ist das GDI-Kompetenzzentrum im Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung (LGL). Die Zusammenarbeit von Bund und Ländern in der GDI-DE einschließlich der Finanzierung der gemeinsamen Koordinierungsstelle sind in einer Verwaltungsvereinbarung geregelt.

Fachkonzepte, Regelungen und Spezifikationen für die GDI-DE werden in Expertengremien (Arbeitskreisen und Modellprojekten) erarbeitet, über das Lenkungsgremium GDI-DE abgestimmt, beschlossen und anschließend verbindlich bei Bund und Ländern umgesetzt. Von grundlegender Bedeutung ist dabei die Architektur der GDI-DE. Sie stellt ein übergreifendes Regelwerk dar, das die wichtigsten organisatorischen und technischen Regeln für den abgestimmten Aufbau der GDI-DE bei Bund, Ländern und in den Kommunen dokumentiert.

Publikationen

Statusbericht Deutschland 2016

Die INSPIRE-Richtlinie verpflichtet die Mitgliedstaaten alle drei Jahre einen Statusbericht über die Umsetzung der INSPIRE-Richtlinie zu veröffentlichen und an die Europäische Kommission zu übermitteln.

Nach 2010 und 2013 hat Deutschland jetzt den insgesamt dritten Bericht vorgelegt. Im Bericht wird insbesondere über Entwicklungen in den letzten drei Jahren und geplante Aktivitäten zur Verbesserung der Umsetzung informiert.

Informationsflyer zur GDI-DE

Die Koordinierungsstelle GDI-DE beim BKG gibt einen Informationsflyer heraus, in der grundlegende Informationen zur bundesweit aufzubauenden Geodateninfrastruktur Deutschland (GDI-DE) zusammengefasst sind.

Der Informationsflyer richtet sich an jedermann:

Infor mationsflyer zur GDI-DE (PDF-Datei, 0,9MB)

Informationsflyer zum Geoportal.de

Geoportal.de ist ein Service von Bund, Ländern und Kommunen für interessierte Bürgerinnen und Bürger wie für die Fachwelt. Es ist ein aktiver Beitrag der Verwaltung in Deutschland für eine offene Wissens- und Informationsgesellschaft.

Der Informationsflyer richtet sich an jedermann:

Informationsflyer zum Geoportal.de (PDF-Datei, 1,2MB)

Informationsflyer zur GDI-DE Testsuite

Zentrale Testplattform für ein nachhaltiges Qualitätsmanagement.

Die Qualität der Geodateninfrastruktur Deutschland (GDI-DE) hängt vor allem vom Grad der Zugänglichkeit vorhandener Geodaten ab. Aus technischer Sicht ist der Schlüssel für die Zugänglichkeit die interoperable Bereitstellung der Geodaten durch die Einhaltung offener Standards. Die GDI-DE Testsuite unterstützt Sie bei der interoperablen Bereitstellung Ihrer Geodaten innerhalb der GDI-DE und darüber hinaus.

Informationsflyer zur GDI-DE Testsuite (PDF-Datei, 0,5MB)

Informationsflyer zur GDI-DE Architektur

Die Architektur GDI-DE basiert auf etalbierten nationalen und internationen Normen und Standards aus dem Bereich der allgemeinen Informatonstechnologie und des Geoinformationswesens.

Informationsflyer zur GDI-DE Architektur (PDF-Datei, 0,9MB)

 

 

Informationsbroschüre Geoinformation und moderner Staat

Die Broschüre des für die Bundesverwaltung zuständigen Interministeriellen Ausschusses für das Geoinformationswesen (IMAGI) und des Bundesamts für Kartographie und Geodäsie (BKG) soll als Informationsmedium dienen, welches den Begriff Geoinformation erklärt, deren Nutzen erläutert und Transparenz über verfügbare Datenquellen schafft.

Die Broschüre ist sowohl für Fachleute als auch Laien geeignet.

Informationsbroschüre Geoinformation und moderner Staat, 5. Auflage (PDF-Datei, 2,3MB)

Informationsbroschüre Geodienste im Internet - ein Leitfaden

 Die Koordinierungsstelle GDI-DE hat die 3. Auflage des Leitfadens "GEODIENSTE im Internet" veröffentlicht. Die neue Auflage wurde gemeinsam von Bund, Ländern und Kommunalen Spitzenverbänden im Rahmen der GDI-DE erarbeitet. Der praktische Leitfaden für den Aufbau und Betrieb von Geo-Diensten ist für den Gebrauch in allen öffentlichen Einrichtungen geeignet. Er enthält Informationen für Entscheider auf der Leitungsebene, aber auch viele fachliche und technische Details für das beratende und ausführende Fachpersonal.

Informationsbroschüre Geodienste im Internet - ein Leitfaden, 3. überarb. Auflage (PDF-Datei, 4MB)

Nationale Geoinformations-Strategie von Bund, Ländern und Kommunen

Das nationale Geoinformationswesen (NGIS) ist eine zentrale Gemeinschaftsaufgabe. Geoinformationen werden für raumbezogene Entscheidungsprozesse in allen gesellschaftlichen Gruppen wirkungsvoll eingesetzt, in vollem Umfang wirtschaftlich rentabel und wertschöpfend erhoben und genutzt. Sie helfen, nationale Interessen zu unterstützen und Verpflichtungen zu erfüllen.
Um die deutsche Geoinformationspolitik nachhaltig und zukunftsweisend zu gestalten und die gesamte Komplexität des Themas in den Blick zu nehmen, bedarf es einer gemeinsamen strategischen Herangehensweise. Aus diesem Grund hat das Lenkungsgremium Geodateninfrastruktur Deutschland (GDI-DE) die NGIS entwickelt. NGIS richtet sich an alle Akteure, die Geoinformationen erheben, führen, bereitstellen oder nutzen. Die Aufstellung erfolgte daher auch unter Beteiligung der Wirtschaft und der Wissenschaft sowie Anfang 2015 mit einem breit angelegten öffentlichen Online-Beteiligungsverfahren.

Nationale Geoinformations-Strategie (PDF-Datei, 1,1 MB)