Architektur der Geodateninfrastruktur Deutschland, Version 3.0

Die Dokumente der „Architektur der Geodateninfrastruktur Deutschland“ enthalten die wichtigsten organisatorischen und technischen Regeln für die Bereitstellung von Geodaten im Rahmen der GDI-DE, um die Interoperabilität des Austauschs von Geodaten über Geodatendienste bundesweit zu gewährleisten. Das Architekturkonzept richtet sich in erster Linie an die öffentlichen Stellen in Bund, Ländern und Kommunen, die am Aufbau der GDI-DE beteiligt sind.

Das Architekturkonzept der GDI-DE ist modular aufgebaut und besteht aus den drei zentralen Dokumenten „Ziele und Grundlagen“, „Technik“ und Maßnahmenplan“, in denen grundsätzliche Festlegungen getroffen werden und die aktuell in der Version 3.0 vorliegen:

Das Modul „Ziele und Grundlagen“ enthält die strategischen Ziele, die fachlichen und technischen Grundsätze sowie rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen der GDI-DE.

Das Dokument „Technik“ beschreibt die zentralen Betriebskomponenten mit den zugehörigen Standards, Normen und Spezifikationen. Dabei wird den Spezifikationen jeweils eine Verbindlichkeitsstufe zugewiesen: von den geodatenhaltenden Stellen beim Aufbau ihrer GDI-Komponenten obligatorisch anzuwendende Spezifikationen erhalten die Stufe GDI-DE-grundlegend, überholte Standards die Stufe GDI-DE auslaufend, vorzugsweise anzuwendende Spezifikationen die Stufe GDI-DE-optional, noch nicht ausreichend etablierte Spezifikationen die Stufe GDI-DE-unter-Beobachtung und die nach der INSPIRE-Richtlinie rechtlich verbindlich anzuwendenden Spezifikationen den Status INSPIRE-grundlegend.

Der „Maßnahmenplan“ enthält die für die Entwicklung der GDI-DE erforderlichen Schritte bis 2016. Die Maßnahmen sind in Steckbriefen beschrieben und priorisiert.

Die grundlegenden Dokumente werden durch Profile und Handlungsanleitungen mit speziellen technischen Festlegungen und durch Handlungsempfehlungen verfeinert.

Die im Rahmen der Gesamtkonzeption GDI-BW definierte Gesamtarchitektur der Geodateninfrastruktur Baden-Württemberg (GDI-BW) verweist hinsichtlich der technischen Spezifikationen auf das Architekturkonzept GDI-DE. Entsprechend dem Beschluss des Begleitausschusses GDI-BW vom 11. Februar 2010 über die Gesamtkonzeption GDI-BW gelten die Festlegungen der GDI-DE grundsätzlich auch für die GDI-BW.

Konzeption "Die Nationale Geodatenbasis der Geodateninfrastruktur Deutschland" (NGDB GDI-DE), Version 1.0

Der Arbeitskreis der Staatssekretäre für E-Government in Bund und Ländern hat im Rahmen des Aufbaus der Geodateninfrastruktur Deutschland (GDI-DE) beschlossen, eine Nationale Geodatenbasis (NGDB) aufzubauen. Die NGDB soll alle Geodaten ("Schlüsseldaten") enthalten, die zur Erledigung gesetzlich vorgeschriebener Aufgaben, zur Unterstützung modernen Verwaltungshandelns und der wirtschaftlichen Entwicklung sowie der Forschung benötigt werden. Die Daten der NGDB sind durch die öffentliche Verwaltung des Bundes, der Länder und Kommunen bereitzustellen. Für die Umsetzung dieses Auftrags wurde im Rahmen der GDI-DE eine Konzeption zur Identifikation von Geodaten der NGDB sowie deren Qualitätsanforderungen und Implementierung entwickelt (Konzeption NGDB GDI-DE, Version 1.0 vom 04.11.2009).

Der Aufbau der NGDB soll schrittweise unter Berücksichtigung der zeitlichen Vorgaben von INSPIRE erfolgen.