Leitfaden zur Bereitstellung von Bauleitplänen in der GDI-BW Version 2.5

Der Leitfaden enthält fachlich-technische Festlegungen, in welchem Datenmodell die Geodaten der Bauleitplanung in Baden-Württemberg von Kommunen geführt, wie sie über einheitliche Geodatendienste bereitgestellt und in welchem Umfang sie mittels Metadaten beschrieben werden sollen. Kern des Leitfadens ist der am 5. Oktober 2017 vom IT-Planungsrat beschlossene, bundesweite Standard XPlanung ab Version 5.0 im Vektor- bzw. Rasterszenario. Zur Entscheidung 2017/37 des IT-Planungsrates kommen Sie hier.

Den Städten und Gemeinden (kommunale Planungsträger) sowie den für sie tätigen Dienstleistern wird der Leitfaden bei der Aufstellung und Führung von Bauleitplänen zur Anwendung empfohlen, um eine einheitliche und ressourcenschonende Bereitstellung ihrer Geodaten zu gewährleisten.

Der Leitfaden wird schrittweise ergänzt. Er bildet die Grundlage für ein Standardvorgehen, das die kommunalen Landesverbände derzeit für ihre Mitglieder ausarbeiten und dann veröffentlichen werden. Mit der letzten Fortführung wurde, neben redaktionellen Anpassungen im Datenmodell in Anlage 1.1, die Anlage 1.2 (Raster-Umring Szenario für Flächennutzungspläne) neu hinzugefügt und im Begleitausschuss GDI-BW am 04.12.2018 beschlossen.

Die Migration bisher erfasster Bebauungspläne in XPlanGML 4.1 kann mit der GML-Toolbox erfolgen. Dies ist eine freie Software, die jedem unentgeltlich zur Verfügung steht. Der Download ist auf der Seite von XPlanungwiki hier möglich.

Kommunen sind als geodatenhaltende Stellen zur Bereitstellung der Daten der Bauleitplanung nach dem Landesgeodatenzugangsgesetz verpflichtet (siehe Positionspapier der kommunalen Landesverbände unten); insbesondere adressiert der Leitfaden die für die Bauleitplanung dort zuständigen Facheinheiten und den für sie tätigen Dienstleistern.

Mehr Information zum Thema XPlanung erhalten Sie auf der Seite der Leitstelle XPlanung oder dem XPlanungswiki.

Leitfaden zur Bereitstellung von Bauleitplänen (PDF-Datei, 6,2 MB)

Transformationsregeln XPlanung 5.0 nach INSPIRE PLU 4.0 (PDF-Datei, 0,7 MB)

Empfehlungen und Hinweise zur Gestaltung von Geodatendiensten

Ein Mehrwert einer Geodateninfrastruktur wird durch die gemeinsame Nutzung der über diese Infrastruktur bereitgestellten Geodatendienste sichtbar. Durch das Zusammenspiel unterschiedlicher Geodaten erschließen sich neue wertvolle Informationen. Damit die über Darstellungsdienste oder Downloaddienste bereitgestellten Geoinformationen sinnvoll miteinander kombiniert werden können, bedarf es jedoch der Einhaltung unterschiedlicher Bedingungen. Dieses empfehlende Dokument zeigt diese in einem ersten Schritt für Darstellungsdienste auf.

Die Ausprägung vieler Geodatendienste wurde primär aus fachlichen Erwägungen des Anbieters angelegt. Erst in zweiter Linie kommt der Aspekt gemeinsamer Nutzung in einer GDI hinzu.
Bei den aufgeführten Maßnahmen handelt es sich deshalb explizit nur um Empfehlungen.

Das Dokument finden Sie hier.

Georeferenzierung elektronischer Register

Der Ministerrat des Landes Baden-Württemberg hat am 31. Januar 2017 beschlossen:

Geobasisdaten von Landesvermessung und Liegenschaftskataster (§ 2 VermG) sind als einheitliche Datengrundlage in der Landesverwaltung zur Georeferenzierung elektronischer Register öffentlicher Stellen nach § 14 des E-Government-Gesetzes des Bundes (EGovG) und § 12 des E-Government-Gesetzes Baden-Württemberg (EGovG BW) zu verwenden.

Unter dem Begriff Georeferenzierung versteht man die Zuweisung geografischer Koordinaten in einem Koordinatensystem zu Objekten in Datensätzen, deren Raumbezug nur indirekt nachgewiesen ist, z. B. in Form von postalischen Adressen.

Die Georeferenzierung elektronischer Register, in denen der Raumbezug über Adress-, Flurstücks-, Gebietsangaben enthalten ist (z.B. Handelsregister, Krebsregister, Denkmalkataster, statistische Informationssysteme, Karteien), ermöglicht die raumbezogene Exploration von Daten. Dies schafft die Voraussetzungen zur Integration von Geodaten in elektronische Verwaltungsverfahren (E-Government) und zur Aktivierung datenbasierter Wertschöpfungsketten.

Weitere Ausführungen zu diesem Thema sind zu finden im Dokument: Hinweise für die Praxis (PDF-Datei, 0,2 MB).

Zurzeit steht ein Geokodierungsdienst (Geocoder) der Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen (AdV) als Anwendung zur Verfügung. Bereitgestellt wird er durch das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG). Mit dessen Hilfe können Koordinaten zu postalischen Adressen (mindestens jedoch PLZ und/oder Ort) ermittelt werden. Für die Verwendung ist eine Zugangskennung Voraussetzung. Das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung (LGL) räumt auf Antrag den registerführenden Stellen (§ 12 EGovG BW /. § 14 EGovG) die Rechte zur kostenfreien Nutzung ein und vergibt einen Identifikator (UUID) zur Anmeldung. Den entsprechenden Antrag bitte per E-Mail an die Poststelle des LGL unter poststelle@lgl.bwl.de senden.

Hier finden Sie den Link zur Anwendung Geocoder.

Wie er zu nutzen ist kann hier nachgelesen werden.

Kommunale Betroffenheit von INSPIRE und GDI-BW

                  

Von der INSPIRE-Umsetzung im Rahmen der Geodateninfrastruktur Baden-Württemberg (GDI-BW) sind auch alle kommunalen Stellen von der Großstadt bis zur kleinsten Gemeinde sowie die Landkreise in Baden-Württemberg betroffen. Welche Daten dies betrifft und welche konkreten Aufgaben von kommunalen Stellen zu erfüllen sind, wurde erstmals 2014 in einem gemeinsamen Positionspapier der kommunalen Landesverbände dargestellt.

Die nun fortgeschriebene Version 2.0 des Positionspapiers „Kommunale Pflichtaufgaben beim Aufbau der europäischen Geodateninfrastruktur INSPIRE – Umsetzung im Rahmen der Geodateninfrastruktur Baden-Württemberg (GDI-BW)“ vom Mai 2017, die wieder in Zusammenarbeit mit betroffenen Landesbehörden erstellt wurde, informiert auch über die seit 2014 eingetretenen Entwicklungen, Veränderungen und Auswirkungen, um notwendige Entscheidungsprozesse und Aktivitäten in Gang zu setzen.

Das Positionspapier hat in der vorliegenden Version inzwischen einen hohen Konkretisierungsstand erreicht, insbesondere hinsichtlich der INSPIRE-Relevanz einiger kommunaler Geodatensätze, weiterer zentraler Bereitstellungswege über Landes- oder Bundesbehörden sowie einzelner konkreter Handlungsempfehlungen zur Datenbereitstellung. Allein schon aus pragmatischen Gründen (Ressourcenbündelung, Wirtschaftlichkeit, Datenzugänglichkeit) empfehlen die kommunalen Landesverbände dabei zentrale (landesweite) Lösungen bei der Datenbereitstellung – gute Beispiele hierfür sind das Vorgehen bei den Bebauungsplänen oder den Lärmkartierungen der städtischen Ballungsräume.

INSPIRE und das LGeoZG BW verpflichten einerseits auch Städte, Gemeinden und Landkreise in Baden-Württemberg zur Bereitstellung kommunaler Geodaten, u. a. von Bebauungsplänen entsprechend den festgelegten Standards. Andererseits zeigt sich, dass mit dem Aufbau einer darauf ausgerichteten Geodateninfrastruktur viele Mehrwerte und Chancen für eine moderne Verwaltung geschaffen werden, die den performanten Zugang zu aktuellen und qualitätsgeprüften Geodaten sicherstellt.

Dennoch bleiben auch in der Fortschreibung 2.0 weiterhin Fragen offen, v. a. zu möglichen Bereitstellungswegen einzelner kommunaler Geodatensätze, was unter den beteiligten GDI-Partnern noch zu klären ist. Unabhängig davon, dass sich an einzelnen Stellen noch Änderungen ergeben werden, so ist es jetzt dringend erforderlich, dass politische und fachliche Entscheidungsträger bei Städten, Gemeinden und Landkreisen die derzeit beschriebenen Prozesse zur INSPIRE-Umsetzung (z. B. bei den Bebauungsplänen) in Gang setzen.

Die Umsetzung hat größere Auswirkungen auf kommunale Stellen. Einerseits ist zur Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben ein erhöhter personeller und finanzieller Aufwand zu erwarten, andererseits bieten sich auch viele Optimierungsmöglichkeiten und Chancen für die kommunalen Stellen: Dezentral vorliegende Geodaten können über Geodateninfrastrukturen auch von anderen (Verwaltungs-)Stellen genutzt werden. Dadurch ergeben sich Synergieeffekte durch kombinierte Auswertungen unterschiedlichster Fachdaten. Daraus abgeleitete digitale Karten bilden wichtige Grundlagen für fundierte und schnelle Verwaltungsentscheidungen und haben eine große Bedeutung für eine nachhaltige Entwicklung unserer Kommunen. Im Internet bereitgestellte Geodaten unterstützen u. a. das eGovernment und die Bürgerbeteiligung. Neben den von INSPIRE verpflichtend betroffenen Geodaten aus unterschiedlichsten Verwaltungsbereichen können viele weitere Themen (z. B. Tourismus, Lebenslagen, usw.) in die GDI-BW optional eingebracht und dadurch von anderen Stellen und einer breiten Öffentlichkeit (besser) genutzt werden.

Positionspapier mit Handlungsempfehlungen der kommunalen Landesverbände in Baden-Württemberg (PDF-Datei, 1,5 MB)

Leitfaden für standardisierte Lizenzen offener Geodaten und Geodatendiensten in der GDI-BW

                     

Am 31. Januar 2017 hat die Landesregierung standardisierte Lizenzen für offene Geodaten (Open-Geodata) in der Geodateninfrastruktur beschlossen. Die standardisierten Lizenzen (Datenlizenz Deutschland 2.0) erlauben künftig die einfache Kombination der von Behörden als Open-Data kostenfrei bereitgestellten Geodaten.

 

Der dazugehörige Leitfaden zur Lizenzierung von Geodaten und Geodatendiensten in der GDI-BW steht in der Version 1.1 zur Verfügung (PDF-Datei 0,4 MB). 

Organisatorische Handlungsempfehlungen zur INSPIRE-konformen Bereitstellung von Bebauungsplänen in der GDI-BW

Die Handlungsempfehlungen der kommunalen Landesverbände BW zeigen einen landesweit einheitlichen Lösungsweg für eine zentrale Datenbereitstellung von Bebauungsplänen auf. Sie richten sich an (1) Städte und Gemeinden als geodatenhaltende Stellen und originäre Aufgabenträger der BPläne (und teils in deren Funktion als untere Baurechtsbehörden), (2) Landratsämter als Planungs- und Genehmigungsbehörden (und teils in deren Funktion als untere Baurechtsbehörden) sowie (3) Dienstleister wie z. B. kommunale Rechenzentren oder Ingenieurbüros.

Das empfohlene 3-Stufen-Konzept beschreibt ein Standardvorgehen, um schnell und ressourcenschonend die gesetzlichen Aufgaben nach INSPIRE und LGeoZG BW zu erfüllen und zugleich Mehrwerte auf allen Verwaltungsebenen durch einen umfassenden fachlichen Nutzen der BPläne zu erzeugen. Kommunen sind als Träger der Bauleitplanung gesetzlich verpflichtet, ihre BPläne für INSPIRE bereitzustellen. Als Datenherren sind sie im Schritt 1 verantwortlich dafür, die BPläne im erforderlichen Datenformat aufzubereiten. In den Schritten 2 und 3 sollte eine Zusammenarbeit mit Landratsämtern und öffentlichen/privaten Dienstleistern erfolgen, wobei letztendlich die zentrale Datenbereitstellung für INSPIRE und Fachdienste aufgrund der dafür erforderlichen DV-technischen Ressourcen und aus Datenschutzgründen durch einen öffentlichen Dienstleister wie die kommunalen Rechenzentren erfolgen sollte.

Das schrittweise Vorgehen ist aufgrund der Komplexität der Fachverfahren und Heterogenität der Ausgangsdaten erforderlich. Die zentrale Bereitstellung der BPläne für INSPIRE und Fachdienste beruht darauf, dass die BPläne seitens der Kommunen im Datenmodell XPlanung vorliegen. Dies wird im fachlich-technischen Leitfaden der GDI-BW zur Bereitstellung von Bauleitplänen detailliert beschrieben und als der wirtschaftlichste Weg eingeschätzt. Damit wird ein künftig bundesweiter Standard für den Austausch von Planungsinformationen angewendet, um eine breite Nachnutzung von erfassten Datenbeständen sicherzustellen. Geodatendienste sollen dabei sowohl die Bereitstellungspflicht für INSPIRE gewährleisten als auch eine praktische Nutzung der BPläne im alltäglichen Verwaltungshandeln unterstützen.

Handlungsempfehlungen der Kommunalen Landesverbände Baden-Württemberg zu Bebauungsplänen (PDF-Datei, 850 kB)

Erfassungsleitfaden zum Metadatenprofil GDI-BW 1.3

Der Erfassungsleitfaden zum Metadatenprofil GDI-BW 1.3 bietet eine verständliche Einführung in das Thema Metadaten und enthält Erläuterungen zur einheitlichen Erfassung qualitativ hochwertiger Metadaten.
Der Leitfaden richtet sich in gleicher Weise an alle geodatenhaltenden Stellen in der Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft, die im Zuge des Aufbaus der Geodateninfrastruktur Baden-Württemberg (GDI-BW) Metadaten zu Ihren Geodaten, Geodatendiensten und Geoanwendungen mittels des kostenfreien Metadateneditors der GDI-BW oder auch eigenen Metadateneditoren erfassen.

Erfassungsleitfaden zum Metadatenprofil GDI-BW 1.3 (PDF-Datei, 1,47MB)

Informationsflyer zur GDI-BW

Ein Flyer mit Erklärung zu Organisation und Inhalt der Geodateninfrastruktur Baden-Württemberg. Dieser Flyer kann auch in gedruckter Form beim Kompetenzzentrum Geodateninfrastruktur bezogen werden.

Informationsflyer zum Geoportal BW

Ein Flyer mit Vorstellung des Geoportals Baden-Württemberg. Dargestellt sind die Geschäftsprozesse im Geoportal Baden-Württemberg. Dieser Flyer kann auch in gedruckter Form beim Kompetenzzentrum Geodateninfrastruktur bezogen werden.

Informationsflyer zu Metadaten

Ein Flyer mit Informationen zu Metadaten in der Geodateninfrastruktur Baden-Württemberg. Inhalte sind Aufbau, Erstellung und Bereitstellung der Metadaten in der GDI-BW. Dieser Flyer kann auch in gedruckter Form beim Kompetenzzentrum Geodateninfrastruktur bezogen werden.

Geodatendienste einfach nutzen

Geodatendienste sind vernetzbare Anwendungen, die Geodaten und Metadaten in strukturierter Form zugänglich machen. Geodatendienste ermöglichen dadurch unterschiedliche Geodaten effizient auf standardisierte Weise über das Internet bereitzustellen.

Fachbeitrag "Die Geodateninfrastruktur Baden-Württemberg im nationalen und europäischen Kontext"

Der in der zfv - Zeitschrift für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement, Heft 4/2009 (Herausgeber: Deutscher Verein für Vermessungswesen), erschienene Fachbeitrag stellt die Geodateninfrastruktur Baden-Württemberg (GDI-BW) im Kontext des Aufbaus der nationalen Geodateninfrastruktur in Deutschland (GDI-DE) und der Geodateninfrastruktur in der Europäischen Gemeinschaft (INSPIRE) vor.

Die Autoren sind mit der Koordinierung des Aufbaus der GDI-BW befasste Mitarbeiter des Landesamtes für Geoinformation und Landentwicklung (LGL) sowie des Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR).

Der Artikel ist für ein breites Fachpublikum geeignet. Sämtliche Rechte liegen beim Herausgeber.

Zusammenhang sowie Überdeckungsgrad von Profilen aus unterschiedlichen GDI´n

Erläuterung:

Rote Kanten sind mögliche Startpunkte. Blaue Kanten sind mögliche Endpunkte. Über blaue Kanten kann die nächste nachgelagerte Wabe verbunden werden. Beispiel: Ein Dienst kann gem. des „OGC-Profil“ erweitert werden um das „INSPIRE-Profil“ und das „AdV-Profil“. Das „GDI-DE-Profil“ kann dann nicht mehr eingehalten werden.

Dienste-Profile

Daten-Profile