GDI-Partner

Partner der GDI-BW (GDI-Partner) sind die am Aufbau und Betrieb der Geodateninfrastruktur beteiligten öffentlichen und privaten Stellen, die über Geodaten mit Bezug zu Baden-Württemberg verfügen und sie im Rahmen der GDI-BW bereitstellen. Zu den GDI-Partnern zählen

  • die einzelnen Fachverwaltungen des Landes,
  • die Kommunen,
  • sonstige unter der Aufsicht des Landes oder der Kommunen stehende juristische Personen des öffentlichen Rechts,
  • öffentliche oder private Dienstleister, denen von den genannten öffentlichen Stellen operative Tätigkeiten zur Erfassung, Führung und Bereitstellung von Geodaten übertragen wurden
    und
  • privatwirtschaftliche Unternehmen, soweit sie sich freiwillig den in der GDI-BW geltenden Regelungen unterwerfen.

Den GDI-Partnern obliegt insbesondere die Erfassung, Führung und Bereitstellung ihrer Geodaten und Metadaten einschließlich der Implementierung von dezentralen Geodatendiensten und Netzdiensten nach den im Rahmen der GDI-BW vereinbarten Vorgaben.

Begleitausschuss GDI-BW

 

Der Begleitausschuss zum Aufbau der Geodateninfrastruktur Baden-Württemberg (Begleitausschuss GDI-BW) hat sich am 19. Juli 2007 konstituiert. Diesem Gremium obliegt die strategische Steuerung und Koordinierung der GDI-BW. Das MLR führt den Vorsitz im Begleitausschuss. Im Ausschuss werden alle grundlegenden Maßnahmen zum Aufbau und Betrieb der GDI-BW abgestimmt, die übergreifende Auswirkungen auf die GDI-Partner haben. Die GDI-BW wird nach außen durch das MLR vertreten. Dem Begleitausschuss gehören seit seiner konstituierenden Sitzung am 19. Juli 2007 alle von der Umsetzung der INSPIRE-Richtlinie betroffenen sowie sonstige an der GDI-BW beteiligten Ressorts sowie die drei kommunalen Landesverbände als stimmberechtigte Pflichtmitglieder an.

Für die Landesverwaltung vertreten die Ressorts ihren jeweiligen nachgeordneten Bereich. Sie veranlassen in ihrem jeweiligen Zuständigkeitsbereich die erforderlichen Maßnahmen und tragen die Verantwortung für die Umsetzung der Beschlüsse. Die Beschlüsse des Begleitausschusses haben für die Landesverwaltung verbindlichen Charakter ("freiwillige Selbstverpflichtung").

Die Land- und Stadtkreise, Gemeinden, Gemeindeverbände und die unter deren Aufsicht stehenden Körperschaften des öffentlichen Rechts werden von den kommunalen Landesverbänden im Begleitausschuss vertreten. Diese sind wie die Ressorts stimmberechtigt, die Beschlüsse haben für die einzelnen Kommunen empfehlenden Charakter.

Darüber hinaus sind im Begleitausschuss an der Nutzung von Geodaten interessierte Institutionen aus Wirtschaft und Wissenschaft als freiwillige Mitglieder mit beratender Funktion vertreten.

Klicken Sie hier um die Sitzungsunterlagen des Begleitausschuss GDI-BW einzusehen (Zugang ist durch ein Passwort geschützt).

AG Geodaten BW

Zur Umsetzung der GDI-BW auf fachlich-technischer Ebene kann der Begleitausschuss interdisziplinäre GDI-Arbeitsgruppen einrichten. In der Vergangenheit wurden mehrere Arbeitsgruppen gebildet, die mehrere, mittlerweile abgeschlossene Projekte begleitet haben (z. B. die Arbeitsgruppe Gesamtkonzeption GDI-BW oder die Arbeitsgruppe GDI-Vereinbarung Baden-Württemberg).

Mit Beschluss vom 28. Juni 2012 wurde die Arbeitsgruppe Geodaten Baden-Württemberg (AG Geodaten BW) vom Begleitausschuss GDI-BW beauftragt, alle abstimmungsbedürftigen GDI-Maßnahmen auf operativer Ebene zu koordinieren. Damit ist die AG Geodaten BW derzeit das zentrale, permanent und projektübergreifend tätige, dem Begleitausschuss GDI-BW nachgeordnete Arbeitsgremium der GDI-BW. Für die Bearbeitung einzelner Spezialthemen (z. B. Metadaten, Themenbeschreibung) wurden Unterarbeitsgruppen eingerichtet, die bei Bedarf tätig werden.

Für weitere Informationen zur Organisation der GDI-BW und zu Mitwirkungsmöglichkeiten in den Arbeitsgruppen können Sie gerne Kontakt mit dem Kompetenzzentrum Geodateninfrastruktur aufnehmen.

Klicken Sie hier um die Sitzungsunterlagen der AG Geodaten BW  einzusehen (Zugang ist durch ein Passwort geschützt).

Kompetenzzentrum Geodateninfrastruktur

Das Kompetenzzentrum Geodateninfrastruktur ist eine Organisationseinheit des Landesamtes für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (LGL). Es wurde am 1. April 2008 beim damaligen Landesvermessungsamt (seit 1. Januar 2009 LGL) eingerichtet. Das Kompetenzzentrum Geodateninfrastruktur ist zuständig für die Koordinierung der GDI-BW und die Wahrnehmung zentraler GDI-Aufgaben auf fachlich-technischer und administrativer Ebene; es ist damit zentraler Ansprechpartner zum Thema Geodateninfrastruktur in Baden-Württemberg.
Das MLR erteilt als vorgesetzte Behörde des LGL dem GDI-Kompetenzzentrum Aufträge und ist für dessen Arbeitsergebnisse gegenüber dem Begleitausschuss verantwortlich. Zu den Aufgaben des Kompetenzzentrums Geodateninfrastruktur in der GDI-BW zählen insbesondere:

  • Geschäftsführung des Begleitausschusses GDI-BW
  • Koordinierungsaufgaben in der GDI-BW, bezüglich INSPIRE und GDI-DE sowie vor allem innerhalb der GDI-BW
  • Betriebsaufgaben in der GDI-BW, insbesondere Aufbau und Betrieb von Basiskomponenten der GDI-BW
  • Begleitende Aufgaben, z.B. Information, Öffentlichkeitsarbeit und Fortbildung

GDI im Land: GDI-BW

In Baden-Württemberg wird eine Geodateninfrastruktur schrittweise aufgebaut, um das Informations- und Wertschöpfungspotenzial der vorhandenen Geodaten für Staat und Gesellschaft umfassend zu aktivieren. Die Geodateninfrastruktur Baden-Württemberg (GDI-BW) verfolgt das übergeordnete Ziel, für Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Öffentlichkeit den Zugang zu den bei öffentlichen und privaten Stellen in Baden-Württemberg vorliegenden Geodaten und deren Nutzung zu erleichtern. Die angestrebte vereinfachte fach- und stellenübergreifende Nutzung von Geodaten soll auf Basis zeitgemäßer Informations- und Kommunikationstechnologie ermöglicht werden.

Die GDI-BW wird als gemeinschaftliche Geodateninfrastruktur des Landes, des kommunalen Bereichs, der Wirtschaft und der Wissenschaft in Baden-Württemberg verstanden, die von den Anbietern der Geodaten partnerschaftlich getragen, dezentral aufgebaut und für die Nutzer fachneutral und multifunktional ausgestaltet wird.

Die grundlegende Motivation zum Aufbau der GDI-BW leitet sich aus den landesinternen Interessen sowie den äußeren rechtlichen und politischen Verpflichtungen ab:
Landesintern soll die GDI-BW speziell die auf Geoinformationen bezogenen Verwaltungsprozesse verbessern und zu einem integrierten und bürgerfreundlichen digitalen Leistungsangebot für Wirtschaft, Wissenschaft und Öffentlichkeit beitragen; somit ist sie auch als Baustein des E-Governments Baden-Württemberg aufzubauen. Mit dem Aufbau der GDI-BW sollen gleichzeitig die Pflichten nach der INSPIRE-Richtlinie und die im Rahmen der GDI-DE vereinbarten Vorgaben erfüllt werden. Die GDI-BW wird demzufolge als eigenständige Geodateninfrastruktur und zugleich als integraler Bestandteil der GDI-DE und von INSPIRE entwickelt.

Die Federführung für den Aufbau und den Betrieb der GDI-BW liegt beim Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR). Zur Koordinierung des umfassenden Vorhabens hat das MLR eine Organisationsstruktur ins Leben gerufen.

Für weitere Informationen zur GDI-BW können Sie gerne Kontakt mit dem Kompetenzzentrum Geodateninfrastruktur aufnehmen.