Leitfaden zur Bereitstellung von Bauleitplänen in der GDI-BW

Der Leitfaden enthält fachlich-technische Festlegungen, in welchem Datenmodell die Geodaten der Bauleitplanung in Baden-Württemberg von Kommunen geführt, wie sie über einheitliche Geodatendienste bereitgestellt und in welchem Umfang sie mittels Metadaten beschrieben werden sollen. Kern des Leitfadens ist der künftige bundesweite Standard XPlanung (Vektor- bzw. Rasterszenario).

Den Städten und Gemeinden (kommunale Planungsträger) sowie den für Sie tätigen Dienstleistern wird der Leitfaden bei der Aufstellung und Führung von Bauleitplänen bereits heute zur Anwendung empfohlen, um eine einheitliche und ressourcenschonende Bereitstellung ihrer Geodaten zu gewährleisten.

Der Leitfaden wird schrittweise ergänzt. Er bildet die Grundlage für ein Standardvorgehen, das die kommunalen Landesverbände derzeit für ihre Mitglieder ausarbeiten und dann veröffentlichen werden. Die letzte Ergänzung um die Anlage 3.3 erfolgte aufgrund des Beschlusses des Begleitausschusses GDI-BW vom 1.12.2016.

Kommunen sind als geodatenhaltende Stellen zur Bereitstellung der Daten der Bauleitplanung nach dem Landesgeodatenzugangsgesetz verpflichtet (siehe Positionspapier der kommunalen Landesverbände unten); insbesondere adressiert der Leitfaden die für die Bauleitplanung dort zuständigen Facheinheiten und den für sie tätigen Dienstleistern.

Leitfaden zur Bereitstellung von Bauleitplänen (PDF-Datei, 4MB)

 

Georeferenzierung elektronischer Register

Der Ministerrat des Landes Baden-Württemberg hat am 31. Januar 2017 beschlossen:

Geobasisdaten von Landesvermessung und Liegenschaftskataster (§ 2 VermG) sind als einheitliche Datengrundlage in der Landesverwaltung zur Georeferenzierung elektronischer Register öffentlicher Stellen nach § 14 des E-Government-Gesetzes des Bundes (EGovG) und § 12 des E-Government-Gesetzes Baden-Württemberg (EGovG BW) zu verwenden.

Unter dem Begriff Georeferenzierung versteht man die Zuweisung geografischer Koordinaten in einem Koordinatensystem zu Objekten in Datensätzen, deren Raumbezug nur indirekt nachgewiesen ist, z. B. in Form von postalischen Adressen.

Die Georeferenzierung elektronischer Register, in denen der Raumbezug über Adress-, Flurstücks-, Gebietsangaben enthalten ist (z.B. Handelsregister, Krebsregister, Denkmalkataster, statistische Informationssysteme, Karteien), ermöglicht die raumbezogene Exploration von Daten. Dies schafft die Voraussetzungen zur Integration von Geodaten in elektronische Verwaltungsverfahren (E-Government) und zur Aktivierung datenbasierter Wertschöpfungsketten.

Weitere Ausführungen zu diesem Thema sind zu finden im Dokument: Hinweise für die Praxis (PDF-Datei, 0,2 MB).

Zurzeit steht ein Geokodierungsdienst (Geocoder) der Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen (AdV) als Anwendung zur Verfügung. Bereitgestellt wird er durch das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG). Mit dessen Hilfe können Koordinaten zu postalischen Adressen (mindestens jedoch PLZ und/oder Ort) ermittelt werden. Für die Verwendung ist eine Zugangskennung Voraussetzung. Das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung (LGL) räumt auf Antrag den registerführenden Stellen (§ 12 EGovG BW /. § 14 EGovG) die Rechte zur kostenfreien Nutzung ein und vergibt einen Identifikator (UUID) zur Anmeldung. Den entsprechenden Antrag bitte per E-Mail an die Poststelle des LGL unter poststelle@lgl.bwl.de senden.

Hier finden Sie den Link zur Anwendung Geocoder.

Wie er zu nutzen ist kann hier nachgelesen werden.

Kommunale Betroffenheit von INSPIRE und GDI-BW

     Im gemeinsamen Positionspapier der kommunalen Landesverbände in der Version 1.0, vom Januar 2014, werden die von der INSPIRE Richtlinie betroffenen kommunalen Geodaten in Baden-Württemberg identifiziert sowie Szenarien und Handlungsempfehlungen zu deren Bereitstellung dargestellt . Die gemeinsame Sichtweise der kommunalen Landesverbände hinsichtlich der Umsetzung der kommunalen Pflichtaufgaben nach INSPIRE und LGeoZG BW sowie die Auswirkungen von INSPIRE – Pflichten und die damit einhergehenden Chancen für eine moderne Verwaltung werden aufgezeigt. In enger Abstimmung der kommunalen Landesverbände und unter Einbeziehung der betroffenen Landesbehörden wird das Positionspapier kontinuierlich fortgeschrieben.

Positionspapier mit Handlungsempfehlungen der kommunalen Landesverbände in Baden-Württemberg (PDF-Datei, 1,5 MB)

Organisatorische Handlungsempfehlungen zur INSPIRE-konformen Bereitstellung von Bebauungsplänen in der GDI-BW

Die Handlungsempfehlungen der kommunalen Landesverbände BW zeigen einen landesweit einheitlichen Lösungsweg für eine zentrale Datenbereitstellung von Bebauungsplänen auf. Sie richten sich an (1) Städte und Gemeinden als geodatenhaltende Stellen und originäre Aufgabenträger der BPläne (und teils in deren Funktion als untere Baurechtsbehörden), (2) Landratsämter als Planungs- und Genehmigungsbehörden (und teils in deren Funktion als untere Baurechtsbehörden) sowie (3) Dienstleister wie z. B. kommunale Rechenzentren oder Ingenieurbüros.

Das empfohlene 3-Stufen-Konzept beschreibt ein Standardvorgehen, um schnell und ressourcenschonend die gesetzlichen Aufgaben nach INSPIRE und LGeoZG BW zu erfüllen und zugleich Mehrwerte auf allen Verwaltungsebenen durch einen umfassenden fachlichen Nutzen der BPläne zu erzeugen. Kommunen sind als Träger der Bauleitplanung gesetzlich verpflichtet, ihre BPläne für INSPIRE bereitzustellen. Als Datenherren sind sie im Schritt 1 verantwortlich dafür, die BPläne im erforderlichen Datenformat aufzubereiten. In den Schritten 2 und 3 sollte eine Zusammenarbeit mit Landratsämtern und öffentlichen/privaten Dienstleistern erfolgen, wobei letztendlich die zentrale Datenbereitstellung für INSPIRE und Fachdienste aufgrund der dafür erforderlichen DV-technischen Ressourcen und aus Datenschutzgründen durch einen öffentlichen Dienstleister wie die kommunalen Rechenzentren erfolgen sollte.

Das schrittweise Vorgehen ist aufgrund der Komplexität der Fachverfahren und Heterogenität der Ausgangsdaten erforderlich. Die zentrale Bereitstellung der BPläne für INSPIRE und Fachdienste beruht darauf, dass die BPläne seitens der Kommunen im Datenmodell XPlanung vorliegen. Dies wird im fachlich-technischen Leitfaden der GDI-BW zur Bereitstellung von Bauleitplänen detailliert beschrieben und als der wirtschaftlichste Weg eingeschätzt. Damit wird ein künftig bundesweiter Standard für den Austausch von Planungsinformationen angewendet, um eine breite Nachnutzung von erfassten Datenbeständen sicherzustellen. Geodatendienste sollen dabei sowohl die Bereitstellungspflicht für INSPIRE gewährleisten als auch eine praktische Nutzung der BPläne im alltäglichen Verwaltungshandeln unterstützen.

Handlungsempfehlungen der Kommunalen Landesverbände Baden-Württemberg zu Bebauungsplänen (PDF-Datei, 850 kB)

Erfassungsleitfaden zum Metadatenprofil GDI-BW 1.3

Der Erfassungsleitfaden zum Metadatenprofil GDI-BW 1.3 bietet eine verständliche Einführung in das Thema Metadaten und enthält Erläuterungen zur einheitlichen Erfassung qualitativ hochwertiger Metadaten.
Der Leitfaden richtet sich in gleicher Weise an alle geodatenhaltenden Stellen in der Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft, die im Zuge des Aufbaus der Geodateninfrastruktur Baden-Württemberg (GDI-BW) Metadaten zu Ihren Geodaten, Geodatendiensten und Geoanwendungen mittels des kostenfreien Metadateneditors der GDI-BW oder auch eigenen Metadateneditoren erfassen.

Erfassungsleitfaden zum Metadatenprofil GDI-BW 1.3 (PDF-Datei, 1,47MB)

Informationsflyer zur GDI-BW

Ein Flyer mit Erklärung zu Organisation und Inhalt der Geodateninfrastruktur Baden-Württemberg. Dieser Flyer kann auch in gedruckter Form beim Kompetenzzentrum Geodateninfrastruktur bezogen werden.

Informationsflyer zum Geoportal BW

Ein Flyer mit Vorstellung des Geoportals Baden-Württemberg. Dargestellt sind die Geschäftsprozesse im Geoportal Baden-Württemberg. Dieser Flyer kann auch in gedruckter Form beim Kompetenzzentrum Geodateninfrastruktur bezogen werden.

  • Informationsflyer zum Geoportal BW (PDF-Datei, 1,2MB)

Informationsflyer zu Metadaten

Ein Flyer mit Informationen zu Metadaten in der Geodateninfrastruktur Baden-Württemberg. Inhalte sind Aufbau, Erstellung und Bereitstellung der Metadaten in der GDI-BW. Dieser Flyer kann auch in gedruckter Form beim Kompetenzzentrum Geodateninfrastruktur bezogen werden.

Fachbeitrag "Die Geodateninfrastruktur Baden-Württemberg im nationalen und europäischen Kontext"

Der in der zfv - Zeitschrift für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement, Heft 4/2009 (Herausgeber: Deutscher Verein für Vermessungswesen), erschienene Fachbeitrag stellt die Geodateninfrastruktur Baden-Württemberg (GDI-BW) im Kontext des Aufbaus der nationalen Geodateninfrastruktur in Deutschland (GDI-DE) und der Geodateninfrastruktur in der Europäischen Gemeinschaft (INSPIRE) vor.

Die Autoren sind mit der Koordinierung des Aufbaus der GDI-BW befasste Mitarbeiter des Landesamtes für Geoinformation und Landentwicklung (LGL) sowie des Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR).

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