Der Arbeitskreis Geodienste der GDI-DE hat eine Handlungsempfehlung zur Bereitstellung INSPIRE konformer Darstellungsdienste veröffentlicht, mit dem Ziel, den Anbietern von Darstellungsdiensten einen einfachen technischen Leitfaden auf Basis der Umsetzungsanleitung zu Darstellungsdiensten (Technical Guidance for the implementation of INSPIRE View Services, Version 3.1) zu bieten.
Die Handlungsempfehlung kann hier heruntergeladen werden.
Die EU-Kommission hat auf Basis der von der IOC Taskforce erarbeiteten Konkretisierungen der Qualitätsparameter von Netzdiensten die Umsetzungsanleitungen zu Such- und Darstellungsdiensten ("Technical Guidance for the implementation of INSPIRE View Services", bzw. "Technical Guidance for the implementation of INSPIRE Discovery Services") aktualisiert und in einer Version 3.1 veröffentlicht. Die Änderungen beinhalten neue Aussagen zu den Qualitätsparametern.
Der Interministerielle Ausschuss für das Geoinformationswesen des Bundes (IMAGI) hat das von der Kommission für
Geoinformationswirtschaft (GIW) initiierte Modellvorhaben "Lizenz- und Kostenfragen für Geodaten" auf den Weg gebracht.
Damit soll ein einheitlicher Lizenzierungsprozess basierend auf 8 Lizenzvarianten sowie ein einfaches Kostenmodell für die
Bereitstellung staatlicher Geoinformation ergebnisoffen getestet werden. Beides soll gemeinsam mit Partnern aller föderalen
Ebenen, der Wirtschaft, der Wissenschaft und nichtstaatlichen Organisationen (NGOs) in den folgenden Monaten erprobt werden.
Derzeit werden bundesweit Anbieter (mindestens je 5 von Bund, Ländern und Kommunen) und Nutzer von Geodaten und Geodatendiensten gesucht, die sich an dem Modellvorhaben beteiligen möchten. Ziel ist es zu prüfen, inwieweit mit Lizenzierungsprozess und Kostenmodell der Markt für Geoinformation in Deutschland unter Nutzung von GDI-Entwicklungen aktiviert werden kann.
Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) hat an der Erarbeitung der Lizenzvarianten mitgewirkt und
befürwortet eine Beteiligung.
Interessenten für eine Teilnahme können eine ausgefüllte
Absichtserklärung
bis 06. Januar 2012 an das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung senden und das MLR als federführendes
Landesressort
(dieter.hess@mlr.bwl.de)
entsprechend informieren.
Weitere Informationen erhalten Sie hier sowie unter www.GeoLizenz.org.
Unter der Schirmherrschaft des Bundesinnenministers wurde der Wettbewerb "Apps für Deutschland" mit Geodaten gestartet. Träger des Wettbewerbs sind Open Data Network, Open Knowledge Foundation Deutschland und Government 2.0 Netzwerk Deutschland mit Unterstützung des Branchenverbandes BITKOM, der Landesinitiative "Projekt Zukunft" von Berlin sowie der Freien Hansestadt Bremen.
Gesucht und prämiert werden innovative Anwendungen (Apps), die auf Datensätzen der öffentlichen Verwaltung beruhen. Öffentliche Einrichtungen von Bund, Ländern und Kommunen stellen hierfür Datensätze zu freien Nutzungsbedingungen im Sinne von "Open Data" bereit, Geodaten sollen dabei eine zentrale Rolle spielen. Beteiligt sind beispielsweise auch das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie und die Vermessungsverwaltungen der Länder.
Eine Beteiligung ist möglich bis zum 01. Februar 2012. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Internet unter www.apps4deutschland.de.
Am 15. November 2011 fand beim Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) in Stuttgart die 10. Sitzung des Begleitausschusses zum Aufbau der Geodateninfrastruktur Baden-Württemberg (Begleitausschuss GDI-BW) statt. Bei der Sitzung wurde über die aktuellen Entwicklungen aus den Geodateninfrastrukturen in Europa (INSPIRE) und Deutschland (GDI-DE) informiert, die gemeinsamen Aktivitäten in der GDI-BW abgestimmt und über weitere GDI-relevante Entwicklungen der einzelnen GDI-Partner im Land berichtet.
Aus der Arbeitsgruppe Geodaten Baden-Württemberg wurden die laufenden Aktivitäten zur Identifizierung und Beschreibung der Geodatenbasis Baden-Württemberg auf der Grundlage von Geodatenthemen nach der Konzeption Themenbeschreibung vorgestellt. Das Fachkonzept zur Umsetzung dieses Vorhaben ist noch in der Erarbeitung. Es soll nach Abstimmung in der Arbeitsgruppe dem Begleitausschuss zum Beschluss vorgelegt werden.
Das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung (LGL) stellte das in der Entwicklung befindliche neue Geoportal Baden-Württemberg, Version 1.0, auf dem Testsystem vor. Eine zeitnahe Produktivsetzung wird angestrebt.
Wie auf der letzten Sitzung beschlossen (vgl. Meldung vom 27.05.2011), wurde auf Grundlage einer Erhebung des GDI-Kompetenzzentrums ein Arbeitsprogramm der GDI-BW ausgearbeitet und vom Begleitausschuss abgenommen. Das Arbeitsprogramm GDI-BW dient der Vermittlung eines transparenten Überblicks über die in Baden-Württemberg laufenden GDI-Maßnahmen und der Koordinierung eines abgestimmten Aufbau der GDI-BW.